Absolutes Muss für alle Fans japanischer Esskultur: Sternekoch Johann Lafer besucht mit einem ZDF-Kamerateam verschiedene Ur-Quellen japanischer Köstlichkeit und zeigt sich dabei angenehm anders als man ihm aus diversen Kochshows kennt. Keine peinliche Anbiederei, kein hohles Phrasengedresche – der Zuschauer folgt einem beeindruckten und fast ehrfürchtigen Promi-Koch. Der 45-minütige Clip zeigt Begegnungen zwischen einer österreichischen Koch-Koryphäe und japanischen Vertretern der gehobenen Gourmet-Klasse – darüberhinaus setzt sich Lafer mit einzelnen Facetten der bürgerlichen Esskultur auseinander, besucht Familien, Großmarkthändler und einen Sushi-Koch. Die erfrischend alltagsnahe Reportage bündelt spannende Fakten und spektakulär ungewöhnliche Bilder aus der Nahrungsmittel-Welt, die selbst Liebhabern von Sushi, Sashimi und Ramen noch ein Quell der Erleuchtung sein könnten.
Während der europäische Kontinent gerade in einen kollektiven Sushi-Wahn verfällt, sich an langen Fließbändern in komatöse Zustände isst und mit dem Verzehr von California-Roll und Lachs-Maki seinen neu erworbenen Kosmopolitismus zur Schau stellt, fristet ein Grundbestandteil der Sushi-Palette nach wie vor ein Schattendasein. Sashimi – roher Fisch ohne Reiszugabe, die puristischste Form dessen, was gemeinhin unter dem Begriff Sushi verstanden wird, ist bei den meisten Konsumenten noch nicht angekommen. Dabei lässt es sich so viel leichter zubereiten, weil die aufwändige Zubereitung des Sushi-Reis’ wegfällt.



