Interviews | Schlaraffenwelt - Expedition Genuss

Archive for the 'Interviews' Category

Mysterium Bienensterben – Begründete Sorge oder Panikmache? Ein Bienenforscher klärt auf

 

Große Naturkatastrophen kommen meist ohne Vorwarnung, erzeugen Betroffenheit und ein riesiges Medienecho. Doch es gibt auch Ausnahmen. Bedrohliche Situationen, die der Mensch absehen kann, die er möglicherweise verhindern könnte. Glaubt man dutzenden Medienberichten, kommt eine dieser schleichenden Katastrophen momentan ins Rollen. Noch nennt sie sich „Bienensterben,“ doch bald schon könnte der Umstand, dass immer mehr Bienenvölker auf der Welt verenden, dramatisch Folgen für das Ökosystem Natur und die Lebensgewohnheiten der Menschheit nach sich ziehen. Manch einer behauptet nun, er könne auch ohne Honig gut leben – ein Trugschluss. Denn wenn Bienen sterben, muss der Mensch auf weit mehr verzichten. Noch ist der prophezeite Ernstfall jedoch nicht eingetreten. “Zum Teil wird da ganz schön überzogen,” sagt Bienenforscher Dr. Werner von der Ohe über mediale Schlagzeilen und erklärt im Interview, wie es um die Bienen wirklich steht. Geführt von David Seitz

Der Molekularkoch im Altersheim – Interview mit Rolf Caviezel

 

Rolf Caviezel sorgt gerne für Verwirrung im Mund. Als Molekularkoch verwandelt er Aromen in künstlerische Gebilde, verleiht bekannten Lebensmitteln neue Formen, Konsistenzen und Aggregatszustände. Molekulare Küche, so der Oberbegriff für diese Art des Kochens, stellt die oralen Nerven vor eine Herausforderung. Das Spannende: Caviezel ließ seine neuesten Kreationen nicht von ausgewählten Experten testen, bis vor zwei Jahren servierte er sie Damen und Herren gesetzten Alters – im Seniorenheim. Wir sind weder Chemiker, noch molekularküchenerfahren und wollten deshalb von Rolf Caviezel  wissen, wie diese eigentümliche Symbiose funktionierte und warum die Molekuarküche noch immer  nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Von David Seitz

Bio-Trend Schweineleasing: Erst streicheln, dann schlachten

 

Wem kann man noch trauen? Dem Dorfmetzger, dem Fleischverkäufer im Discounter, dem Bio-Siegel? Beim Fleischkauf drängen sich in den letzten Jahren immer häufiger ethisch-moralische Fragen auf.  Dioxin-Skandale und skrupelloser Umgang mit Tieren dringen langsam aber sicher auch bis zum harten Kern der Fleisch-Junkies durch. Was also tun? Unter anderem als Reaktion auf diese Entwicklungen haben Bio-Bauern das Konzept des Schweineleasing entwickelt. Dabei kauft der Kunde ein junges Ferkel, das er während der Aufzucht auf dem Biohof jederzeit besuchen und liebkosen kann – bis es dann mit spätestens 12 Monaten in seiner Tiefkühltruhe landet. Die persönliche Bindung zum Tier als Überwindung des Fleisch-Traumas? Das wollten wir von Anton Dapont wissen, der auf seinem Hof im bayrischen Egglham das Konzept des Schweineleasing seit einiger Zeit testet. Von David Seitz

Geniestreich oder Schwindel? Freiburger Erfinder wollen Döner-Lieferung per Mini-Helicopter entwickeln

 

Eine kleine Revolution der Döner-Lieferung bahnt sich an – sofern man einer vollmundigen Ankündigung einiger Freiburger Tüftler und Online-Strategen Glauben schenkt. Sie wollen, so schreiben sie auf ihrer Webiste, dem Döner Flügel verleihen. Per Luftpost sollen Mini-Helikopter den Döner an hungrige Menschen liefern. Per App soll der fliegende Döner geordert und bezahlt werden, der DönerCopter transportiert die Ware anschließend  in einer Thermobox zum Kunden, den er per GPS-Daten findet. Mit einer Geschwindigkeit um die 60 km/h saust ein Quadrokopter zum Zielort, wo der Besteller seinen Döner entnimmt – so die Theorie. Von David Seitz

Foodporn-Hype im Netz: Jetzt kommt das Facebook für Gourmets

“Foodporn” ist  ein Wort, das eine recht neue Social-Media Bewegung präzise auf den Punkt bringt. Eine Invasion von Bildern saftig glänzender Steaks inmitten goldgelb frittierter Pommes, vom Edel-Sushi beim Japaner oder der neuesten Kreation vom eigenen Herd, befällt seit geraumer Zeit Facebook und Twitter. Den eigenen kulinarischen Genuss zu teilen, macht offenbar immer mehr Menschen Spaß – wir schließen uns da mit ein. Foodporn polarisiert. Die einen feiern sich als Teil eines neuen lukullischen Zeitalters, den anderen geht die überschäumende Essenslust einfach nur auf die Nerven. Ein junges Tüftler-Team aus Berlin will diese Situation für sich nutzen und allen Ess-Fans eine eigene Plattform bieten – jenseits der bewährten Netzwerke. Noch existieren weder App noch Website, doch wir haben vorab schon mal mit Andre aus dem Entwicklerteam von mealstream gesprochen.

Der Schöpfer des Schlaraffenlandes: Interview mit Food-Artist Christopher Boffoli

 

I told them production was moving too fast. But they just wouldn't listen.

 

Sie graben Löcher in Eier, schaufeln dicke Schokoladenklötze, mähen über die Brokkoli-Wiese oder rudern durch einen See aus Milch. Christopher Boffoli platziert seine Miniatur-Männchen zwischen fanatsievollen Lebensmittel-Szenerien und fotografiert derart nah, dass seine selbstkonstruierte Schlaraffenwelt plötzlich überdimensional groß wirkt. Jedes seiner Bilder erzählt eine kleine veträumte Geschichte -  aus Lebensmitteln schafft Boffoli eine surreale Kulisse für die unscheinbaren Szenen des Alltags. Mittlerweile sind seine Bilder in über 80 Ländern ausgestellt, sein Projekt eine echte Erfolgsgeschichte. Mit uns sprach er über seine Matchboxsammlung und Bild-Räuber, die ihn wütend machen.

 

 

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