Begeisterte Gugl-Bäcker kennen das Problem: Der Hype um die kleinen Kuchenpralinen macht es kreativen Köpfen schier unmöglich, neue und noch nie gesehene Gugl-Variationen zu entwerfen. Die Kollektionen aus dem Hause Gugl alleine reichen schon von Marzipan-Feige bis Gewürz Dattel, ins Netz ergießt sich zudem eine fast schon inflationäre Fülle an Eigenkreationen. Wie soll man da denn noch etwas einzigartig Neues hervorbringen, fragten wir uns – und eigentlich lag die Antwort recht nahe. Wir füllten einfach mal keinen Kuchenteig in die kleinen Silikon-Förmchen. Stattdessen eine herzhafte Mischung aus Hackfleisch und mediterranen Aromen von getrockneter Tomate, Parmesan, Knoblauch und Zwiebel. Das Beste an unseren herzhaften Pralinen: Naschkatzen müssen in Zukunft nicht mehr bis zum Nachtisch warten. Von Kristina Abel
Poesie-Album-Einträge von Anno 1996 bezeugen es. Als Kind war ich ein absoluter Pizza-Fanatiker. Vor allem Pizza Funghi ließ mich alles um mich herum vergessen, denn in diesem Gericht vereinten sich meine Leibspeisen: Pizza und Pilze. Mit der Zeit ist mir die Faszination für Pizza jedoch leider ein wenig abhanden gekommen, langweilig fand ich es, immer die selben Variationen zu essen, mal abgesehen von den interessanten aber viel zu teuren Kreationen am Ende der Pizza-Karte. Ein Schlüsselerlebnis auf dem Weg zu diesem Rezept war da ein Besuch in einer toskanischen Trattoria, die zu den Standard-Pizzen auch Pizza Bianca auf der Karte hatten. Pizza ohne Tomatensauce, stattdessen mit einer sahnigen Creme und völlig neuartigen Belägen. Ich bestellte sie mit Feldsalat, Kartoffeln und Balsamico auf Trüffelpaste – und da war sie wieder, die Leidenschaft für Pizza, aus der auch diese weiße Gemüse-Pizza mit Knoblauch-Creme entsprungen ist. Von David Seitz

Wenn ich nach typischem Wintergemüse gefragt werde, steht eines bei mir ganz weit oben: Rote Beete. Längst hat die purpurne Knolle ihr Retro-Image als süß-saurer Salat aus dem Glas abgelegt und ist inzwischen frisch oder vorgegart sogar im Discounter erhältlich. Grund genug diesem herrlichen Gemüse einmal mehr Tribut zu zollen und die Rote Bete regelmäßig in der Küche zum Einsatz zu bringen, zum Beispiel in Form einer abgewandelten Caprese. Von Marcel Hajnal.
Unsere Kürbiswoche neigt sich langsam dem Ende zu, aber zum Wochenende haben wir nochmals ein echtes Schmankerl für euch. Unser heutiges Rezept ist nicht nur Teil unserer Kürbiswoche, sondern auch die Fortsetzung unserer kleinen Serie “Pimp my Brot”. Dieser samtig-weiche Aufstrich beweist, dass Kürbis nicht immer pikant zubereitet werden muss, sondern auch mit süßen Aromen herrlich harmoniert. Von Marcel Hajnal
Hier ist alles drin was den Herbst ausmacht: Bunte Farben, ordentlich Feuchtigkeit, wenig Wärme und natürlich: Kürbis, Rote Bete, Pilze und Zwiebeln. Jede der Schichten steht für eine ganz eigene Textur, für einen charakteristischen Geschmack. Im Zusammenspiel entfachen sie ein virtuoses Spektakel der Konsistenzen und Aromen im Mund – quasi um der herbstlichen Lethargie ein wenig entgegenzuwirken und den kulinarischen Geist zu fordern. Roher Kürbis trifft auf gegarte Rote Bete, sanfter Frischkäse trifft auf herbes Sesamöl und karamellisierter Kürbis auf Essigsäure. Und ganz nebenbei liefern wir damit auch den zweiten Beitrag zu unserer kreativen Kürbis-Kochwoche. Von David Seitz
Herbst ist Kürbis-Zeit! Meistens findet das orange leuchtende Gemüse jedoch nur Verwendung als Basis für die allseits bekannte Kürbissuppe. Dass Kürbisse aber unglaublich vielseitig einsetzbar sind und sowohl salzig, als auch süß zubereitet werden können, wollen wir euch diese Woche zeigen. Unter dem Motto “Kreative Kürbisküche” stellen wir euch in den nächsten Tage eine Auswahl raffinierter Kürbis-Rezepte vor, die Lust darauf machen sollen, die ausgetretenen Pfade der Kürbis-Zubereitung zu verlassen und mal wieder kulinarisches Neuland zu betreten. Den Auftakt macht heute ein insgeheimer Klassiker der Kürbisküche: Ein Risotto. Von Marcel Hajnal.
Eine Mischung aus gehackter Petersilie, fein gewürfeltem Knoblauch und Zitronenabrieb verbirgt sich hinter dem Begriff “Gremolata”, der lombardischen Hausfrauen so geläufig ist, wie der Schwäbin ihre Mauldäschle. Traditionell serviert man die Gremolata zu italienischen Schmor-Klassikern wie dem Ossobucco, einer geschmorten Kalbshachse. Durch die naturgegebene Frische aus den drei Hauptbestandteilen bildet die Gewürzmischung einen herrlich leichten Gegenspieler zu deftigen Gerichten. Warum also nicht auch mal einem schweren Kartoffelsalat einen Frischekick aus Gremolata versetzen? Idee geboren – Idee umgesetzt – und Idee für äußerst gut befunden. Von David Seitz
Zugegeben: Gefüllte Champignons sind nicht unbedingt eine Ausgeburt der innovativen Küche. Chefkoch meldet über 500 Treffer – doch dieses Rezept ist nicht dabei. Es verbindet drei verschiedene Texturen, sowie drei unterschiedliche Aromen, eignet sich geschmacklich wie optisch bestens als Party-Food und lässt sich in einer halben Stunde mühelos zubereiten. Extrem wichtig bei diesem Gericht: Alle Zutaten müssen wirklich frisch sein, sonst braucht man gar nicht erst mit der Arbeit zu beginnen.
Für den ganz großen Geschmack braucht es nicht mehr als einen ganz kleinen Löffel. Bedingung: Liebe fürs Detail, eine ausgewogene Kombination von Zutaten und eine kreative Laune. Ergebnis: Eine ganz neue Wertschätzung eines Geschmacks, der nach wenigen Sekunden schon wieder aus dem Mund verschwindet. Aufwand: Manchmal größer als bei einer ganzen Mahlzeit. Es ist der Versuch alle Geschmacksnkospen auf den einen Moment zu fokusieren. Heute: Eine Verbindung aus herber Physalis, süßer Crème und knusprigem Karamell.
Laut dem Kalender ist es erst am 20. März soweit, laut den Meteorologen ist der Frühling schon längst da. Die Tage werden langsam wieder länger und die ganz Unerschrockenden haben bereits angegrillt. Grund genug für uns, um auch in der Küche der kommenden Jahreszeit angemessen Tribut zu zollen – in Form einer kontrastreichen Melange aus Obst und Gemüse, aus Intensivem und Mildem. Von Marcel Hajnal









