DönerCopter: Freiburger Tüftler entwickeln Döner-Lieferung per Mini-Helicopter | Schlaraffenwelt - Expedition Genuss

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Geniestreich oder Schwindel? Freiburger Erfinder wollen Döner-Lieferung per Mini-Helicopter entwickeln

 

Eine kleine Revolution der Döner-Lieferung bahnt sich an – sofern man einer vollmundigen Ankündigung einiger Freiburger Tüftler und Online-Strategen Glauben schenkt. Sie wollen, so schreiben sie auf ihrer Webiste, dem Döner Flügel verleihen. Per Luftpost sollen Mini-Helikopter den Döner an hungrige Menschen liefern. Per App soll der fliegende Döner geordert und bezahlt werden, der DönerCopter transportiert die Ware anschließend  in einer Thermobox zum Kunden, den er per GPS-Daten findet. Mit einer Geschwindigkeit um die 60 km/h saust ein Quadrokopter zum Zielort, wo der Besteller seinen Döner entnimmt – so die Theorie. Von David Seitz

Leider bleibt jedoch unklar, ob hinter dem Wirbel um den DönerCopter ein Hoax oder ein ernstzunehmender Plan steht. Vor einigen Wochen sorgte eine ähnliche Story im Netz für Aufsehen – damals ging es um den Tacocopter, der sich als Fake entpuppte. Wir hielten es daher für unwahrscheinlich, dass jemand den selben Hoax noch einmal startet. Nachdem wir jedoch das folgende Interview am Montag veröffentlichten, berichtete das Freiburger Online-Portal Fudder, das ganze sei wieder ein Hoax. Von Seiten der Entwickler gab es kein Dementi, jedoch auch kein klares Bekenntnis zu ihrer Idee. DönerCopter kommentierte auf Facebook. “Liebe Fudder-Redaktion, über den TacoCopter schreiben wir ja bereits auf unsere Webseite. Es gibt mittlerweile mehrere Startups in den USA die an der echten Umsetzung dieser Idee arbeiten, jedoch nicht nur fokussiert auf Tacos. Euer DönerCopter-Team.”

Rechtlich scheint es offenbar nahezu unmöglich zu sein, eine solche Idee zu realisieren, das berichten unterschiedliche Quellen. Gegenüber Fudder sagte ein Teammitglied der DönerCopterCrew am Dienstag jedoch, man befinde sich tatsächlich in einer sehr frühen Entwicklungsphase und freue sich über jede Form von Anregung. Was nun wirklich hinter dem DönerCopter steckt wird wohl erst die Zukunft zeigen. Nichtsdestotrotz könnt ihr im Folgenden das Interview mit den Entwicklern lesen. Seht es als unterhaltsame Spinnerei oder visionäre Gedankenspiele – ganz wie ihr wollt.

Die Dönerdichte in deutschen Großstädten ist ja sowieso schon immens, kaum jemand hat es weiter als 500 Meter zum nächsten Imbiss. Ist der Dönercopter also eher Show-Act mit viralem Potenzial als praktisches Hilfsmittel zur Döner-Lieferung – und warum denn gerade Döner?

Obwohl es bereits einen sehr hart umkämpften Markt mit Essenslieferdiensten gibt, findet man auf den Speisekarten nur selten Döner Kebab. Bestelldienste werden meiste immer noch mit Pizza im Verbindung gebracht. Das wollen wir durch den DönerCopter ändern denn wir finden der Döner hat einen höheren Stellenwert in der Grundnahrunskette der Menschen verdient. Darüber hinaus gefällt uns einfach auch der Gedanke seinen Döner aus der Luft zu erhalten. Das hat ja im besten Fall auch immer etwas mit Begeisterung und Entertainment zu tun. Das wir damit schon nach kurzer Zeit eine so hohe Viralität erzielen, hätten wir nie gedacht. Es freut uns aber umso mehr.

Der Dönercopter kommt per GPS gesteuert, kennt also meine Adresse. Aber woher weiß er, dass er nicht im Swimming-Pool sondern vor der Haustür landen soll?

Alle DönerCopter sind mit einer Kamera ausgestattet und werden von einem echten “Piloten” gesteuert. Es ist also kein Problem für den DönerCopter zwischen dem Garten und der Eingangstür zu unterscheiden. In einer späteren Projektphase wollen wir auch das Video des Fluges optional zum Kauf anbieten.

Wie erkennt der Döner-Konsument, dass sein Döner da ist?

Der Konsument bekommt kurz vor der Landung eine Push-Nachricht auf sein Smartphone.

 Angenommen ich wohne aber am Berg, in Hanglage, umgeben von riesigen Tannen. Liefer-Mission-Impossible?

Wir testen gerade den Abwurf und diverse Landeszenarien für das perfekte Liefererlebnis. In Waldgebieten müsste man einen geeigneten Landeplatz vereinbaren oder der Kunde klettert auf einen Baum um den Döner entgegen zu nehmen. Wir arbeiten hier aber noch an einer Lösung.

Bedenken, dass der Dönercopter die tradtionelle, persönliche und liebevolle Hand-zu-Hand Übergabe des charmanten Dönermanns von nebenan nicht kompensieren kann?

Der DönerCopter wird niemals den charmanten Dönermann von nebenan kompensieren. Der DönerCopter ist und bleibt eine Maschine und soll nur als bequeme Ergänzung zu der herkömmlichen Bestellung dienen.

Wie schützt ihr den Dönercopter vor betrunkenen Kleptomanen und anderen menschlichen Gefahren?

Bei gewalttätigen Übergriffen fliegt bzw. flieht der DönerCopter in Richtung Stratosphäre. Im Ernst: jede DönerCopter hat eine Kamera, deren Bilder direkt in das DönerCopter-Headquarter übertragen werden. Damit werden wir gewalttätigen Übergriffen vorbeugen. Die Kamera liefert Bilder des Lieferorts und der Personen. Darüber hinaus ist der Kunde durch den Bestell- und Bezahlvorgang bereits bekannt.

Wer steckt hinter dem DönerCopter? Welcher Mensch, welcher Antrieb, welches Ziel?

Inspiriert durch den Tacocopter aus den USA und der Leidenschaft für Döner haben sich Unternehmer, Ingenieure, Digitalagenturen und Designer aus Freiburg zusammen getan mit nur einem Ziel: dem Döner Flügel zu verleihen.

Wie soll das Ganze von eurer Seite finanziert werden? Kommt dann bald der Luftfracht-Aufschlag für den Döner?

Wir versuchen die Lieferkosten so gering wie möglich zu halten, werden aber gerade zu Beginn nicht um einen Mindestbestellwert herumkommen.

Um die Frage aus euren FAQs nochmal mit Nachdruck zu stellen: Habt ihr zuviel Zeit?

Die Zeit seine Träume zu leben, sollte sich jeder nehmen.

 

Bild: © DönerCopter

3 Responses to “Geniestreich oder Schwindel? Freiburger Erfinder wollen Döner-Lieferung per Mini-Helicopter entwickeln”

  1. Gunni sagt:

    Supersache mit dem Döner-Copter, kenne mich damit aus. Wird wohl aber erst in fünf bis zehn Jahren einsatzreif sein.

    Entwickle selbst gerade einen Yufka – Tornado, mit
    Krautsalat – Anbau. Stellt während des Fluges bis zu drei Yufkas her und raspelt parallel topfrischen Krautsalat.
    Muss allerdings vorher nochvon Hand mit Kebabsoße betankt werden.
    Abgesehen vom leichten Kerosingeschmack der ersten mit Mach2 ausgelieferten Prototypen eine geniale Geschichte.

  2. Martina sagt:

    Das hört sich wirklich nach Schlaraffenland an,

    die Vorstellung, dass Döner, halbe Hähnchen, Pommes und Co. durch die Lüfte geflogen kommen ist witzig. Zwischen 12 und 14 Uhr wird es ein schönes Gewimmel am Himmel geben :-) Was nur, wenn ich meine Mittagspause im Großraumbüro verbringe? Da hat es der menschliche Pizzabote schon nicht einfach. So mancher friedliche Kollege, entwickelt ungeahnte Kräfte, wenn der den Duft von Tomate, Salami und Käse in die Nase bekommt. So ein Döner durftet auch nicht schlecht…

    Die Vision ist auf jeden Fall interessant und regt die Phantasie an. Jetzt zum Beispiel könnte mir mal ein Zigicopter ein Päckchen vorbei fliegen :-) Den Kaffee dazu bekomme ich ja schon mit einfachen Knopfdruck… So eine vollautomatische und ferngesteuerte Welt kann auch seine Vorteile haben :-)

    Nicht automatisch aber um so erfreulicher scheint heute die Sonne! Ach ja… so ein Imbissflug… fändet der auch bei schlechtem Wetter statt?

    Sonnige Grüße aus Karlstein
    Martina

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